Vor wenigen Tagen erschien der Waldschadensbericht, auf den viele Politiker, insbesondere Bundesumweltminister Trittin mit Staunen reagiert haben.
Einige Bundesländer seien besonders schlimm betroffen, so habe man in Hessen nur noch einen Bestand von 5% an gesundem Wald. Der Rest der Wälder sei bereits so gut wie tot.
Der Industrie sei dies egal, so ein Sprecher, die merken erst etwas, wenn man die Geldschraube andreht und ihnen über diesen Weg vermittle, das sich langfristig auch für die Betriebe Umweltschäden auswirken werden.
Experten erwarten noch in absehbarer Zeit Naturkatastrophen, die sich, ähnlich wie die Hochwasserereignisse vor zwei Jahren, äussern werden.
Ein NABU Sprecher machte klar, dass hier jedoch nicht nur Industrie, sondern vor allem auch jeder einzelne Autofahrer selbst gefragt sei: Durch die schädlichen Abstoffe, die in den Waldboden gelangen, wirke dieser wie ein Dünger. Dies habe zur Folge, dass bestimmte Baumsorten schneller wachsen, ihre Wurzeln jedoch diesen Wachstumsprozess nicht mitgehen, somit völlig unterdimensioniert bleiben, die Wasserversorgung im Baum bricht ebenfalls zusammen.
Schon bei leichten. Stürmen kippen diese Bäume um, wie Streichhölzer, so der Sprecher. Allein die Schäden, welche durch umstürzende Bäume auftreten, seien teurer als derzeitige High Tech Filtersysteme.
Auch die Klimaerwärmung habe wieder deutlichen Vorsprung erlangt: So habe man in den Grenzregionen der Alpen bereits einen Temperaturanstieg von 5 Grad Celsius verzeichnen können. Die Alpenkommissione weist seit Jahren auf die Tatsache hin, dass die Strassen und Alp-Übergänge speziell durch die Verlagerung der Transporte auf die Schienen verringert entlastet werden könnten - wieso dieser Vorschlag bis heute eine Theorie bleibt, ist nicht bekannt.
Vermutlich jedoch stecken hier wirtschaftliche Interessen dahinter, wieso die Bahnstrecke weiterhin nicht als Alternative genutzt wird.
Schuld am erneuten katastrophalen Zustand unseres Waldes, der mittlerweile die Marke des Jahres 1995 unterschritten hat, sei zudem der überdurchschnittlich warme Sommer 2003 gewesen.
Eine Entwarnung der Waldschäden ist generell kritisch, aus den letzten Jahren liess sich beobachten, dass seit der Klimaforschung und öffentlichen Bekanntgabe der Situation des Waldes eine deutliche Umweltignoranz stattfand, da es offenbar jedesmal als Freibrief verstanden wurde, wurde einmal Entwarnung gegeben. - (www.umweltskandal.com | Autor: lb)
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